{"id":284,"date":"2023-02-10T19:43:56","date_gmt":"2023-02-10T19:43:56","guid":{"rendered":"https:\/\/anastasiayasko.com\/?post_type=press_article&#038;p=284"},"modified":"2023-02-10T19:43:57","modified_gmt":"2023-02-10T19:43:57","slug":"frederic-chopin-piano-works-4","status":"publish","type":"press_article","link":"https:\/\/anastasiayasko.com\/en\/press-article\/frederic-chopin-piano-works-4\/","title":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/anastasiayasko.com\/wp-admin\/post.php?post=278&amp;action=edit\">\u201eFr\u00e9d\u00e9ric Chopin Piano Works\u201c<\/a>"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Musik von Fr\u00e9d\u00e9ric Chopin liegt der russischen, am Salzburger Mozarteum lehrenden Pianistin Anastasia Yasko am Herzen. F\u00fcr ihre mittlerweile zweite CD w\u00e4hlte sie vier gr\u00f6\u00dfere Werke aus verschiedenen Schaffensphasen Chopins: zwei Polonaisen, die vierte Ballade sowie die h-Moll-Sonate. Den lesenswerten Booklet-Text hat die K\u00fcnstlerin, die am Mozarteum auch einen Doktortitel erwarb, selbst verfasst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kontemplation und Brillanz<\/h3>\n\n\n\n<p>Los geht es mit dem jugendfrischen&nbsp;<em>Andante Spianato et Grande Polonaise Brilliante<\/em>, woran Chopin in seinen letzten Warschauer Monaten arbeitete. Anastasia Yasko stellt hier bravour\u00f6se Virtuosit\u00e4t zur Schau, wechselt punktgenau zwischen liedhafter Kontemplation und heroischer Brillanz. Ihre L\u00e4ufe sind stets klar und n\u00fcchtern. Da wird nichts vernebelt; jeder einzelne perlende Ton bleibt erkennbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Chopin war der erste Komponist, der die literarische Gattung der Ballade auf die Instrumentalmusik \u00fcbertrug. 1842 entstand die letzte und anspruchsvollste seiner vier Balladen. Anastasia Yasko erz\u00e4hlt hier mittels Musik eine Geschichte, schildert dramatische Episoden und subjektive Empfindungen. Immer wieder neue Anl\u00e4ufe, polyrhythmische Passagen, halsbrecherische Virtuosit\u00e4t lassen an eine st\u00fcrmische Hetzjagd \u00fcber Stock und Stein denken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Luzides, klar konturiertes Spiel<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Zentrum des Albums steht die h-Moll-Sonate, die Chopin 1844, f\u00fcnf Jahre vor seinem Tod, auf George Sands Landsitz in Nohant schrieb. Yasko breitet den Farbenreichtum dieses Werks aus, macht daraus gleichsam ein \u201eKonzert ohne Orchester\u201c. Zum Abschluss spielt sie die Polonaise-Fantasie op. 61, die zu Chopins letzten Werken geh\u00f6rt: ein inniges Klavier-Po\u00e8me, mit komplexen Emotionen und improvisiert anmutenden Abschnitten. Die Pianistin begeistert durch sensible Phrasierung und ein luzides, klar konturiertes Spiel. Mit ihrer geradlinigen, unsentimentalen Herangehensweise stellt sie unter vordergr\u00fcndig Virtuosem den musikalischen Gehalt heraus, l\u00e4dt vermeintlich Unspektakul\u00e4res mit Bedeutung auf. Anastasia Yasko zeigt sich hier als faszinierende Chopin-Interpretin!<\/p>\n\n\n\n<p>Antje R\u00f6\u00dfler [05.02.2023]<\/p>\n","protected":false},"template":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/anastasiayasko.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/press_article\/284"}],"collection":[{"href":"https:\/\/anastasiayasko.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/press_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/anastasiayasko.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/press_article"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/anastasiayasko.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=284"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}